Erkrankungen des Zahnhalteapparats

Parodontologie

Die Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates (oder Zahnbettes). Unbehandelt kann sie langfristig zu Knochenabbau führen. Sie entsteht in der Regel aus einer „einfachen“ Zahnfleischentzündung (Gingivitis), geht aber darüber hinaus und betrifft neben dem Zahnfleisch auch die weiteren Bestandteile des Zahnhalteapparates. Bakterielle Beläge sind die Auslöser sowohl für Parodontitis als auch für Gingivitis, bei der – hervorgerufen durch die entzündliche Schwellung des Zahnfleisches (Gingiva) – Zahnfleischtaschen entstehen.
Eine Parodontitis führt zur Schädigung des Kieferknochens, wobei sich der Zahn langfristig lockert, seinen Halt im Knochen verliert und dadurch gegebenenfalls verloren gehen kann.
Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu stoppen, betroffene Zähne zu erhalten und im Idealfall gelockerte Zähne wieder zu festigen.

Parodontitis ist ein Risikofaktor für schwere COVID-19 Verläufe
Eine aktuelle Studie hat den Zusammenhang zwischen dem Vorliegen von Parodontitis und schweren Verläufen von COVID-19 Erkrankung belegt. Patienten mit Parodontitis starben sogar 9-mal häufiger als jene ohne Zahnfleischerkrankungen. Diese neue Erkenntnis verdeutlicht die Bedeutung parodontaler Gesundheit für den menschlichen Organismus!

Ursache der Parodontitis

Bakterielle Zahnbeläge („Biofilme“) sind Ursache und Auslöser der Parodontitis. Werden diese Beläge nicht durch Bürsten oder Reinigung mit Zahnseide regelmäßig entfernt, bildet diese klebrige Substanz („Plaque“) einen harten Belag (Zahnstein) an den Zähnen oberhalb und unterhalb des Zahnfleischrandes. Dieser muss mittels professioneller Zahnreinigung entfernt werden, die sich als Grundreinigung der Zähne und der Zahnfleischtaschen versteht und im Rahmen der Prophylaxe routinemässig durchgeführt wird, um langfristig Zahnverlust zu vermeiden.
Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine erbliche Veranlagung zu einer verstärkten Entzündungsreaktion des Immunsystems mitentscheidend für die Entstehung der Parodontitis ist. Sie wird darüber hinaus durch Risikofaktoren wie Rauchen, Stress, Diabetes und hormonelle Umstellungen (zum Beispiel eine Schwangerschaft) gefördert.

Stadien der Zahnfleischerkrankung

1. Gesundes Zahnfleisch und Zahnhalteapparat

2. Leichte Zahnfleischentzündung, verursacht durch Plaque und Zahnsteinbildung

3. Schwere Zahnfleischentündung und Entzündung des Zahnhalteapparats

4. Massive Entzündung und
Atrophie des Zahnhalteapparats

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Warnzeichen nicht übersehen

Die entzündliche Erkrankung des Zahnfleischs wird oft jahrelang nicht bemerkt, da die Patienten Anfangs keine Beschwerden haben.
Achten Sie dehalb auf folgende Symptome:

• Häufiges Zahnfleischbluten
• Schwellung des Zahnfleischs zwischen den Zähnen oder am Zahnfleischrand
• Dunklere Farbe im Gegensatz zu blass-rosafarbenem, gesundem Zahnfleisch
• Schlechter und unangenehmer Geschmack im Mund
• Mundgeruch

• Rückgang des Zahnfleisches
• Länger werdende Zähne mit freiliegenden Zahnhälsen
• Zähne lockern sich
• Zahnfehlstellungen treten auf

Einfluss der Parodontitis auf den ganzen Körper

Wissenschaftliche Forschungen der jüngsten Vergangenheit haben Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Erkrankungen des Zahnfleischs und beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen bestätigt. Der Gesamtorganismus kann belastet werden und zu Folgeerkrankungen führen, wie

• Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose
• Untergewichtige Frühgeburten

• Lungenentzündung (Pneumonie)
• Diabetes

Nach neuesten Erkenntnissen begünstigt das Vorliegen einer Parodontitis schwere Verläufe von COVID-19 Erkrankungen und erhöht das Risiko, an einer Corona-Infektion zu sterben. Hier können sie die entsprechende Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie abrufen.

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